Von Seiten der Rechteinhaber werden  die für die Adressierung (wie eine Telefonnummer) des Anschlusses verwendeten IP-Adressen ermittelt, die zu den Anschlüssen gehören, über die die Rechtsverletzungen stattgefunden hat. Die Ermittlung der IP-Adressen erfolgt in aller Regel bei einem Unternehmen, welches auf die Dokumentation von Urheberrechtsverletzungen in Filesharingnetzwerken spezialisiert ist.

Die IP-Adresse besteht aus 4 Ziffernblöcken aus Zahlen zwischen 0 und 255 und gibt als solche keinen Aufschluss über den Anschlussinhaber. Sie wird vom Provider bei jeder Internetverbindung neu (dynamisch) vergeben. Welchem Nutzungskonto (Account) und damit welchem Anschlussinhaber die ermittelte Adresse zu dem jeweiligen Zeitpunkt zugewiesen war, ist nur dem entsprechenden Internetanbieter (Provider) bekannt.

Der Rechteinhaber erlangt Auskunft über Namen und Anschrift des Anschlussinhabers durch den Provider über die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft anlässlich einer Strafanzeige wegen der Urheberrechtsverletzung (§ 106 UrhG) bzw. im Wege des sog. zivilrechtlichen Auskunftsanspruches gem. § 101 UrhG.Hierbei sind gesetzliche Verfahrensvorschriften zu beachten und eine neutrale staatliche Stelle (die Staatsanwaltschaft bzw. ein Gericht) prüft die Berechtigung.

 

 

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