Bei einer Razzia gegen den Sharehoster-Dienst Megaupload sind die Betreiber auf Veranlassung des amerikanischen FBI im neuseeländischen Auckland festgenommen worden. Unter den Verhafteten befindet sich auch der deutsche Internet-Promi und Dotcom-Millionär Kim Schmitz. Die Ermittler werfen den Verhafteten vor, für massenhafte Urheberrechtsverletzungen über den Onlinedienst verantwortlich zu sein. Das FBI verfügt offensichtlich über Beweise, dass die Betreiber Urheberrechtsverletzungen duldeten oder sogar förderten.

Für Insider ist das nicht verwunderlich: Verantwortliche der Musik- und Filmindustrie  prangern seit Jahren an, dass Sharehoster wie Megaupload hauptsächlich dazu dienen, anonym Raubkopien weiterzugeben. Manche der Dienste waren dreist genug, ganz unverholen Werbung zu betreiben, die sich mehr oder weniger offen an Raubkopierer wendete.

Entgegen anderslautender Meldungen handelt es sich bei Sharehostern allerdings nicht um Filesharing-Dienste. Vielen Raubkopierern dienen die Server nach Zunahme der Verfolgung in Filesharing-Netzen als willkommene Alternative.

Die interessante Frage, ob auch Nutzerdaten auf den Servern des Dienstes in die Ermittlungen einbezogen wurden, blieb bisher unbeantwortet. Anderns als bei der Schließung der Piraterie-Seite kino.to würden diese Nutzerdaten letztlich zu den Verbreitern führen, die entsprechende Dateien über den Sharehoster verbreitet haben.

Dass die Ära der Sharehoster zuende gehen könnte, zeigt die Reaktion weiterer Unternehmen der Branche, die panisch ihre Server von Raubkopien säuberten – es geht also doch!

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